Fitzpatrick-Hauttypen – Welcher Hauttyp bist du und warum ist das wichtig?

Fitzpatrick-Hauttypen – Welcher Hauttyp bist du und warum ist das wichtig?

Wer sich mit Sonnenschutz beschäftigt, stößt früher oder später auf die sogenannten Fitzpatrick-Hauttypen. Sie helfen dabei einzuschätzen, wie empfindlich die Haut auf UV-Strahlung reagiert und wie schnell sie einen Sonnenbrand entwickelt.

Doch Vorsicht: Der Hauttyp ist nur ein Anhaltspunkt. Jede Haut kann durch UV-Strahlung geschädigt werden – unabhängig davon, ob sie sehr hell oder sehr dunkel ist.

Was sind die Fitzpatrick-Hauttypen?

Der amerikanische Dermatologe Thomas B. Fitzpatrick entwickelte in den 1970er-Jahren eine Einteilung der Haut in sechs Hauttypen. Grundlage sind die natürliche Hautfarbe sowie die Reaktion der Haut auf Sonnenlicht.

Diese Einteilung wird bis heute in der Dermatologie und Kosmetik verwendet.


Hauttyp I – Sehr helle Haut

  • Sehr helle Haut
  • Häufig rote oder hellblonde Haare
  • Helle Augen
  • Viele Sommersprossen
  • Bekommt fast immer einen Sonnenbrand
  • Bräunt kaum oder gar nicht
  • Eigenschutzzeit: ca. 5–10 Minuten

Empfehlung:
Ein sehr hoher Lichtschutz (LSF 50+) sowie das Meiden intensiver Mittagssonne sind besonders wichtig.


Hauttyp II – Helle Haut

  • Helle Haut
  • Blonde bis hellbraune Haare
  • Helle Augen
  • Sonnenbrand tritt häufig auf
  • Bräunt nur langsam
  • Eigenschutzzeit: ca. 10–20 Minuten

Empfehlung:
Täglicher Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor und regelmäßiges Nachcremen.


Hauttyp III – Mittlerer Hauttyp

  • Beige bis leicht gebräunte Haut
  • Dunkelblonde bis braune Haare
  • Sonnenbrand möglich
  • Bräunt nach und nach
  • Eigenschutzzeit: ca. 20–30 Minuten

Empfehlung:
Auch wenn die Haut schneller bräunt, sollte täglich ein ausreichender UV-Schutz verwendet werden.


Hauttyp IV – Olivfarbene Haut

  • Olivfarbener Teint
  • Dunkle Haare
  • Sonnenbrand eher selten
  • Bräunt schnell und intensiv
  • Eigenschutzzeit: ca. 30–40 Minuten

Wichtig:
Eine gebräunte Haut schützt nicht vor UV-bedingter Hautalterung oder Hautkrebs.


Hauttyp V – Dunkelbraune Haut

  • Dunkelbraune Haut
  • Dunkle Augen und Haare
  • Sonnenbrand selten
  • Bräunt sehr schnell
  • Eigenschutzzeit: ca. 40–60 Minuten

Auch dunklere Haut benötigt Sonnenschutz. UV-Strahlen können DNA-Schäden verursachen, selbst wenn kein Sonnenbrand entsteht.


Hauttyp VI – Sehr dunkle Haut

  • Sehr dunkle Haut
  • Schwarze Haare
  • Sonnenbrand sehr selten
  • Sehr hoher natürlicher Eigenschutz
  • Eigenschutzzeit: über 60 Minuten

Dennoch gilt:
Auch Hauttyp VI ist nicht vollständig vor UV-Strahlen geschützt. Vorzeitige Hautalterung, Pigmentstörungen und Hautkrebs können ebenfalls auftreten.


Warum der Hauttyp nicht alles ist

Die angegebenen Eigenschutzzeiten sind theoretische Richtwerte und können in der Praxis deutlich kürzer ausfallen. Wie lange deine Haut tatsächlich geschützt ist, hängt unter anderem vom UV-Index, der Tageszeit, der Jahreszeit, der geografischen Lage, der Höhe über dem Meeresspiegel sowie von Wasser, Sand oder Schnee (Reflexion) ab.

Deshalb sollte die theoretische Eigenschutzzeit niemals vollständig ausgereizt werden.


Braune Haut bedeutet nicht geschützte Haut

Viele Menschen glauben, dass eine gebräunte oder dunklere Haut keinen Sonnenschutz benötigt. Das stimmt nicht.

Eine Bräunung ist bereits eine Schutzreaktion der Haut auf UV-Strahlung. Sie ersetzt jedoch keinen Sonnenschutz.

UV-Strahlen können unabhängig vom Hauttyp zu:

  • vorzeitiger Hautalterung
  • Pigmentflecken
  • Kollagenabbau
  • DNA-Schäden
  • Hautkrebs

führen.


Unser Tipp für gesunde Haut

Egal welchen Fitzpatrick-Hauttyp du hast: Ein täglicher Sonnenschutz gehört zu den wichtigsten Maßnahmen für eine gesunde und schöne Haut.

Wir empfehlen einen breitbandigen Sonnenschutz mit UVA- und UVB-Schutz sowie regelmäßiges Nachcremen bei längerem Aufenthalt im Freien.

Gerne beraten wir dich in unserem Institut, welcher Sonnenschutz am besten zu deinem Hauttyp und deinen individuellen Bedürfnissen passt.

Denn schöne Haut beginnt mit dem richtigen Schutz. 

 

Text: Katharina Patrini

Bilder: Canva

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